Bei Folgen mit Wurzeln erweitert man oft mit dem konjugierten Ausdruck.
Bei Folgen mit Wurzeln hilft oft das Erweitern mit dem konjugierten Ausdruck. Dadurch kann man die Wurzel teilweise entfernen und den Grenzwert leichter bestimmen.
Grundidee
n2+n−n
Der konjugierte Ausdruck zu n2+n−n ist n2+n+n.
n2+n−n
=n2+n+n(n2+n−n)(n2+n+n)
Wurzel vereinfachen
Jetzt benutzt man die dritte binomische Formel:
(a−b)(a+b)=a2−b2
Dabei ist a=n2+n und b=n.
n2+n+n(n2+n)2−n2
=n2+n+nn2+n−n2
=n2+n+nn
Grenzwert bestimmen
Jetzt klammert man im Nenner n aus.
n2+n+nn
=n1+n1+nn
=n(1+n1+1)n
=1+n1+11
Für n→∞ gilt n1→0.
1+n1+11→1+0+11
=21
Allgemeine Regel
Wenn zwei Terme mit einer Wurzel voneinander abgezogen werden, erweitert man meistens mit dem gleichen Ausdruck, aber mit umgekehrtem Vorzeichen.
A−B
erweitern mit A+B
A+B
erweitern mit A−B
Zweites Beispiel
4n2+3n−2n
Man erweitert mit 4n2+3n+2n.
4n2+3n−2n
=4n2+3n+2n(4n2+3n−2n)(4n2+3n+2n)
=4n2+3n+2n4n2+3n−4n2
=4n2+3n+2n3n
4n2+3n+2n3n
=n4+n3+2n3n
=4+n3+23
→4+23=43
Merke
Bei Wurzelausdrücken erweitert man oft mit dem konjugierten Ausdruck. Dadurch entsteht die Form (a−b)(a+b)=a2−b2 und die Wurzel verschwindet im Zähler.